HomeBlogAllgemeinInterview: Birger Dehne über seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft

Interview: Birger Dehne über seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft

Gesprächspartner: Birger Dehne, ehemaliger Chef der DEGAG
Interviewer: Thomas Bremer, diebewertung.de, Leipzig

Frage (Bremer): Herr Dehne, Sie haben die DEGAG zu einem der größten Wohnungsunternehmen Deutschlands aufgebaut. Nun ziehen Sie sich aus dem operativen Geschäft zurück. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Birger Dehne: Nach vielen intensiven Jahren im Aufbau und der Weiterentwicklung der DEGAG war für mich der Zeitpunkt gekommen, einen Gang zurückzuschalten. Wir haben in den letzten Jahren ein starkes Fundament gelegt, auf das die neue Führung nun aufbauen kann. Ich selbst möchte künftig meine Rolle mehr als Berater sehen und mein Wissen weitergeben – ohne direkt ins Tagesgeschäft einzugreifen.

Frage: Bedeutet das einen endgültigen Abschied?

Dehne: Nein, einen Abschied im klassischen Sinne nicht. Ich bleibe der DEGAG verbunden und stehe dem Unternehmen mit meiner Erfahrung zur Verfügung. Aber ich werde nicht mehr aktiv in operative Entscheidungen eingreifen. Das ist mir wichtig – sowohl für die neue Geschäftsführung, die ihre eigene Handschrift setzen soll, als auch für mich persönlich.

Frage: Wie schwer fällt Ihnen dieser Schritt, nach all den Jahren, in denen Sie die DEGAG geprägt haben?

Dehne: Natürlich ist es ein besonderer Moment, wenn man etwas abgibt, das man mit Leidenschaft aufgebaut hat. Aber zugleich ist es auch ein gutes Gefühl, wenn man sieht, dass ein Unternehmen stark genug ist, um auch ohne die eigene tägliche Präsenz erfolgreich zu sein. Es geht jetzt darum, den Übergang sauber zu gestalten und die nächste Generation machen zu lassen.

Frage: Was werden Sie künftig konkret tun?

Dehne: Ich werde beratend tätig sein, wenn es um strategische Fragen geht – etwa bei neuen Projekten oder größeren Weichenstellungen. Aber ich habe klar für mich entschieden: Das Tagesgeschäft, operative Entscheidungen, das Management im Detail – all das überlasse ich der neuen Führung.

Frage: Was wünschen Sie der neuen DEGAG auf ihrem weiteren Weg?

Dehne: Vor allem Beständigkeit und Erfolg. Die Immobilienbranche steht vor großen Herausforderungen – von Regulierung über Finanzierung bis hin zu gesellschaftlichen Erwartungen an bezahlbaren Wohnraum. Ich bin überzeugt, dass die DEGAG mit ihrem Team gut aufgestellt ist, diese Herausforderungen zu meistern. Und wenn mein Rat dabei hilfreich ist, gebe ich ihn gerne – aber eben aus der zweiten Reihe.

👉 Fazit:
Birger Dehne zieht sich aus der ersten Reihe zurück, bleibt aber als erfahrener Berater im Hintergrund präsent. Ein geplanter Generationswechsel, der der DEGAG Raum für neue Akzente geben soll – mit dem Wissen des Gründers im Rücken.


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